Ein Daumenkino-Effekt aus Photoshop-Ebenen

Autor: Aykut Sensoy
Mit einem netten kleinen Trick läßt sich in Final Cut Pro ein Daumenkino-Effekt aus den einzelnen Ebenen einer Photoshop-Datei erzeugen. Sie müssen sich die Photoshop-Ebenen wie die einzelnen Blätter vorstellen, die nacheinander angezeigt einen flüssigen Ablauf ergeben. Hier ein Beispiel für eine Animation im DV-PAL Format.

1. Zuerst erstellen Sie eine Photoshop-Datei mit einer Größe von 768x576 Pixel (quadratische Pixel). Die Hintergrundebene bildet auch den Hintergrund für Ihren Film. In diesem Beispiel ist es der Himmel. Auf den nächsten Ebenen befindet sich die Figur, hier das Quitsche-Entchen, das in jeder neuen Ebene um einige Pixel nach links verschoben wurde. Auf der obersten Ebene befindet sich hier noch das Wasser (vgl. Abb. 1).

Photoshop Ebenen-Palette
Abb. 1 (Photoshop-Datei mit den einzelnen Ebenen)

2. Eine Photoshop-Datei mit mehreren Ebenen wird in Final Cut Pro als Sequenz importiert. Nach dem Import erscheint im Browser ein Sequenz-Symbol. In der Spalte "Pixelformat" sollte "quadratisch" stehen, daher sollten Sie das Pixelformat mit Ctrl+Klick bzw. rechter Maustaste umschalten (vgl. Abb. 2).

Final Cut Pro Browser
Abb. 2 (Sequenz mit quadratischem Pixelformat)

3. Theoretisch könnten Sie im Browser einen Doppelklick auf das Sequenz-Symbol machen. Die einzelnen Ebenen der Photoshop-Datei werden in der Sequenz in einzelnen übereinander liegenden Videospuren dargestellt. Aber besser ist es die Photoshop-Datei in eine richtige nicht-quadratische Video-Sequenz einzubetten. Dafür legen Sie (falls nicht vorhanden) eine neue DV-PAL Sequenz an und ziehen das Sequenz-Symbol der Photoshop-Datei in die neu erstellte Sequenz. Drücken Sie vor dem Loslassen die Apfel-Taste damit die Sequenz nicht als verschachteltes Objekt, sondern mit den einzelnen Ebenen platziert wird (vgl. Abb. 3).

Photoshop-Ebenen in Final Cut Pro Sequenz
Abb. 3 (Photoshop-Datei als Sequenz)

4. Im letzten Schritt brauchen Sie nur noch die Clips auf den einzelnen Videospuren mit der Figur so zu verschieben, daß eine Treppenform auf der Timeline entsteht. Die Hintergrund- und Wasserspur muss anschließend auf die Dauer des Films angepasst werden. Die Spur mit den Wasserwellen könnte per Bewegungskeyframes animiert werden, damit sich auch das Wasser bewegt (vgl. Abb. 4). Fertig! Nach dem Rendern können Sie Ihr Werk betrachten.

Bearbeitete Photoshop-Ebenen in Final Cut Pro
Abb. 4 (Bearbeitete Video-Spuren)