Subclips und Subsequenzen erstellen
1. Die klassische Methode
Ein Masterclip, der vom Browser im Viewer geöffnet wurde, lässt sich durch das Setzen von In- und Out-Punkten und dem Auswählen der Funktion "Subclip erstellen" im Menü "Modifizieren"
in kleinere sog. Subclips unterteilen. Dabei ist sehr wichtig anzumerken, dass Subclips eigene Clipgrenzen besitzen, d.h. die ersten und letzten Frames der Subclips werden so behandelt,
als ob sie physikalisch das erste und letzte Bild eines Clips sind, zu erkennen an den visuellen Hilfen in Form von perforierten Streifen am linken oder rechten Rand im Viewer.
Nach dem ein Subclip erstellt worden ist können neue In- und Out-Punkte gesetzt
und weitere Subclips erstellt werden. Somit können also In- und Punkte eines Clips gesichert werden, da sie sonst immer verloren gehen würden, wenn man neue setzt.
Die Subclip-Funktion wird auch gerne anstatt der Loggen-Funktion verwendet.
Dabei verzichtet man auf das Sichten und Loggen des Bandes und digitalisiert gleich das komplette Band
und sichtet das Material später am Computer und erzeugt Subclips, um den Clip in sinnvolle Einzelteile zu unterteilen.
Diese Methode schon das Laufwerk der Kamera bzw. der MAZ, aber verbraucht natürlich mehr Festplatten-Ressourcen.
2. Markierungen und Subclips
Neben In- und Out-Punkten ist es auch möglich mit der M-Taste Markierungen zu setzen.
Während es sich bei In- und Out-Punkten um Schnittmarken handelt, die dazu dienen eine Auswahl für Schnitt- und Trimfunktionen zu definieren, dienen Markierungen primär dazu Positionen eines Clips bzw. einer Sequenz zu markieren,
um sie schnell wiederauffindbar oder identifizierbar zu machen. Ein zweiter Klick auf die M-Taste öffnet das Marker-Menü um der Markierung
einen Namen bzw. ein Kommentar zu geben. Wenn man einen Masterclip aus dem Browser im Viewer öffnet und mit der M-Taste Clip-Markierungen setzt, sollte darauf geachtet werden, was im Browser geschieht. Neben dem Masterclip
erscheint ein Pfeil und darunter werden die zugehörigen Clip-Markierungen aufgelistet. Das besondere daran ist, dass man auf diese Markierungen
im Browser einen Doppelklick machen kann und dann nur den Bereich von einer Markierung zur nächsten Markierung im Viewer öffnen kann.
Dabei sollte im Viewer auffallen, dass der geöffnete Teil genauso wie ein Subclip eigene Clipgrenzen hat.
Die Markierungen verhalten sich quasi wie Subclips ohne das Subclips erstellt werden müssen.
Man kann bei Bedarf die Markierungen im Browser ausgewählen und dann im Menü "Modifizieren" auf den Menüpunkt "Subclip erstellen" klicken.
Die Markierungen werden dann zusätzlich in echte Subclips umgewandelt.
3. Sequenzen und Subclips
Mit dem Setzen von In- und Out-Punkten in der Sequenz kann man eine Auswahl der Sequenz treffen. In der Regel benutzt man Schnittmarken
in der Sequenz für den 3-Punkt-Schnitt oder für Trim-Funktionen.
Der Bereich zwischen den In- und Out-Punkten lässt sich aber auch mit der Funktion "Subclip erstellen" als eine Art Subclip sichern.
Final Cut Pro erstellt in diesem Fall keinen Subclip, sondern legt eine Sequenz im Browser ab, der nur den ausgewählten Teil der Sequenz enthält.
Es wird sozusagen eine Subsequenz der bestehenden Sequenz erzeugt. Das ist eine sehr praktisches Feature, da es sehr gut dafür verwendet werden kann, einen Teil des Schnitts,
welches in einem anderen Zusammenhang öfters benutzt werden soll separat zu sichern. Danach kann die Subsequenz immer wieder in anderen Sequenzen per Nesting eingebettet werden.
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