Versteckte Funktionen in Final Cut Pro 6 (Teil 2)
05.05.2008
5. Generator-Einstellungen sofort öffnen
Normalerweise schneidet man zuerst einen Generator-Clip vom Browser bzw. Viewer ohne Änderungen in die Timeline. Danach öffnet man den Generator per Doppelklick von der Timeline im Viewer. Dann wechselt man im Viewer auf den Reiter "Einstellungen" um Änderungen daran vorzunehmen.
Das sind insgesamt 3 Arbeitsschritte, die bisher immer gemacht werden mussten.
In Final Cut Pro 6 ist es nun möglich, diese 3 Arbeitsschritte auf einen einzigen Arbeitsschritt zu reduzieren.
Es gibt dafür einen einfachen Trick. Nachdem man begonnen hat z.B. einen Text-Generator von der Effekte-Palette des Browsers in die Timeline zu ziehen, drückt man vor dem Loslassen der Maus gleichzeitig die Alt- und Apfeltaste und legt erst danach den Generator-Clip in der Timeline ab.
Der Generator wird diesmal nicht nur in der Timeline platziert, sondern wird gleichzeitig von der Timeline aus im Viewer geöffnet und es wird auch sofort der Reiter "Einstellungen" angezeigt. Diese Funktion erlaubt also sofort an die Einstellungen des in der Timeline abgelegten Clips heranzukommen und ohne zusätzliche Arbeitsschritte die notwendigen Änderungen am Generator vorzunehmen.
6. Neue Suche unter Leopard
Es ist sicherlich auf dem ersten Blick nur ein Gimmick, aber bei genauerem Hinschauen vielleicht eine durchaus nützliche Funktion. Wer unter dem neuen Betriebssystem Leopard
bereits die Suchfunktion von Final Cut Pro 6 oder Final Cut Express 4 ausprobiert hat, wird sicherlich schon darauf gestoßen sein und einen kleinen Überraschungseffekt erlebt haben.
Die Suche ist nicht nur einfach eine Suche, sondern ein sehr schneller Weg einen Effekt aufzuspüren und einem Clip zuzuweisen.
Zu dieser Funktion möchte ich eigentlich nicht sehr viel sagen außer, man sollte es einfach mal selbst ausprobieren.
Zum Beispiel "Sepia" als Stichwort eingeben, den Animationseffekt genießen und dann einfach die Eingabetaste drücken und schon ist der Effekt dem Clip zugewiesen!
Schneller kann man sicherlich einen Effekt aus der Effekte-Palette im Browser nicht einem Clip in der Timeline zuweisen.
Falls Sie kein Leopard Betriebssystem haben, einfach Screenshot anschauen (zum Vergrößern auf das Bild klicken oder im Kontextmenü das Ziel speichern und anschauen).

Abb. 9 (Neue Final Cut Suche unter Leopard)
7. Detail-Info bei Render-Balken
In Final Cut Pro 6 werden detaillierte Informationen zum Render-Status in einem Tooltip-Fenster angezeigt.
Das Tooltip-Fenster erscheint, wenn man den Maus-Cursor auf den Render-Balken bewegt. So kann man ablesen, warum Segmente der Timeline an denen ein Render-Balken zu sehen ist, nicht in Echtzeit wiedergegeben werden können.
Die Anzeigen sind manchmal sehr allgemein gehalten und könnten informativer sein, aber immer noch besser als gar keine Informationen.

Abb. 10 (Tool-Tipp-Fenster mit Informationen zum Render-Balken)
8. Playhead-Position bei Nesting
Ein Nesting von ausgewählten Clips in der Timeline lässt sich mit der Funktion "Objekte verschachteln..." im Menü "Sequenz" realisieren.
Final Cut Pro verschachtelt dabei die Clips in eine neue Sequenz, die in die aktuelle Timeline eingebettet und zusätlich im Browser abgelegt wird.
Mit einem Doppelklick auf das Nesting in der Timeline wird die eingebettete Sequenz in einem neuen Tab geöffnet. Allerdings wurde bisher der Playhead am Anfang der geöffneten Sequenz platziert.
Seit dem 6.02 Update wird der Playhead in der geöffneten Sequenz dort positioniert, wo er vorher auf dem Nesting auch war. Der Playhead wird also exakt auf dem gleichen Frame platziert, wo er sich auf der Elternsequenz auch befunden hat.
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